Hofer-Freundorfer :: Psychotherapie

Personenzentrierte Psychotherapie nach C. Rogers

Ich möchte mich hier auf Auszüge einer Veröffentlichung von Prof. Dr. Hutterer (Präsident der VRP) beziehen, der zur personenzentrierten Psychotherapie meint:

 

"Die therapeutische Methode der Personenzentrierten Psychotherapie wird durch die Bereitschaft und Verpflichtung dess Therapeuten beschrieben, eine bestimmte Art von professioneller Beziehung mit dem Klienten einzugehen."


Sie ist durch folgende Haltungen und Aktivitäten des Therapeuten charakterisierbar:


Kongruenz/Authentizität (Selbstübereinstimmung) des Therapeuten in der therapeutischen Beziehung. Echtheit, Kongruenz, bedeutet, dass der Therapeut sich ungekünstelt und ohne professionelles oder routinemäßiges Gehabe verhält. Dies ist eine Grundlage für die Entwicklung einer vertrauensvollen Beziehung.Kommunikation von nicht an Bedingungen gebundene Positive Wertschätzung und Respekt durch den Therapeuten.

 

Der Therapeut verhält sich offen für seinen Respekt und seine Wertschätzung gegenüber dem Klienten. Nicht an Bedingungen gebundene Wertschätzung und emotionale Wärme bedeutet, dass der Therapeut die Person des Klienten in jedem Fall respektiert Er betrachtet den Klienten als eine Person von eigenem Wert und respektiert seine Individualität und Besonderheiten. Er enthält sich jeder verletzenden Kritik und versucht nicht, das Verhalten und Erleben des Klienten zu verbessern oder abzuwerten.Kommunikation von einfühlendem Verstehen der inneren Welt des Klienten durch den Therapeuten (Empathie).

 

Nicht-wertendes, einfühlendes Verstehen (Empathie) bedeutet, dass der Therapeut seine Aufmerksamkeit auf die Erfahrungen und gefühlsmäßigen Erlebnisinhalte richtet, die der Klient in dem Moment äußert. Er versucht, den Klienten zu verstehen, wie dieser sich selbst sieht. Er bewertet die vom Klienten ausgedrückten Gefühle und Erfahrungen weder offen noch insgeheim und sucht auch nicht nach Erklärungen dafür. Er versucht, die Welt aus der SIcht des Klienten zu erfassen und zu verstehen. Und er teilt das Verstandene mit eigenen Worten dem Klienten mit. Der Klient kann überprüfen, ob der Therapeut seine Sichtweise verstanden hat.

In der Zusammenarbeit zwischen Therapeut und Klient können wichtige Erfahrungen, Probleme, belastende Erlebnisse besprochen und in einer vertrauensvollen Atmosphäre Lösungen, Auswege oder VEränderungsmöglichkeiten gesucht und ausprobiert werden.